Mengen- und Spurenelemente
Mineralstoffe sind die «Bausteine aus dem Boden». Die einen braucht dein Körper in grösseren Mengen – die Mengenelemente wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium und Phosphor. Die anderen nur in winzigen Spuren – die Spurenelemente wie Eisen, Zink, Jod, Selen, Kupfer und Mangan.[1]
Sie sind Bestandteil von Geweben (allen voran den Knochen), aktivieren Enzyme, sind an der Reizweiterleitung in Muskeln und Nerven beteiligt und regulieren den Säure-Basen-Haushalt. Ein paar Beispiele: Calcium und Magnesium für Muskeln und Knochen, Eisen für die Blutbildung, Jod und Selen für die Schilddrüse, Zink fürs Immunsystem.[1]
Wo sie herkommen – und die Bioverfügbarkeit
Pflanzliches liefert reichlich: Magnesium aus Nüssen, Samen, Vollkorn und grünem Gemüse, Selen aus Paranüssen. Bei manchen Mineralstoffen sind tierische Quellen aber besser verwertbar – etwa Eisen aus Fleisch und Fisch, Calcium aus Milchprodukten oder Jod aus Fisch und Meeresfrüchten.[1]
Pflanzlich gibt es zwei Stolpersteine: Eisen liegt als sogenanntes Nicht-Häm-Eisen vor und wird schlechter aufgenommen.[2] Und Phytate in Getreide und Hülsenfrüchten binden Mineralstoffe im Darm.[3] Beides lässt sich aber mit ein paar einfachen Kniffen entschärfen.
Pflanzliches Eisen clever aufnehmen
Pflanzliches Eisen ist kein Problem – es braucht nur ein bisschen Know-how. Genau wie beim Eiweiss (siehe den Eiweiss-Kompass) macht die Kombination den Unterschied:
«Pflanzliches Eisen ist kein Problem – es braucht nur einen Spritzer Vitamin C und etwas Know-how.»
Das nimmst du mit
- Mengenelemente (Calcium, Magnesium, Kalium …) und Spurenelemente (Eisen, Zink, Jod, Selen …) stecken hinter Knochen, Muskeln, Blutbildung, Schilddrüse und Immunsystem.
- Vielfalt deckt viel; tierische Quellen sind oft besser verfügbar, pflanzliche brauchen etwas Strategie.
- Pflanzliches Eisen mit Vitamin C kombinieren; Phytate durch Einweichen, Keimen oder Fermentieren entschärfen.
- In der Schweiz jodiertes Salz nutzen. Bei Verdacht auf einen Mangel (z.B. Eisen): ärztlich abklären statt selbst dosieren.
Eisen, Calcium & Co. – deckst du genug ab?
Gerade rund um die Wechseljahre lohnt sich ein Blick auf Eisen, Calcium und Magnesium. In der Ernährungsberatung schauen wir gemeinsam, ob deine Quellen passen – alltagstauglich und ohne Präparate auf Verdacht.
Ernährungsberatung entdeckenEMR-anerkannt – die Kosten werden je nach Zusatzversicherung ganz oder teilweise rückerstattet.
Quellen
- Lang K. Biochemie der Ernährung. Vol. 1, Springer-Verlag, 2013.
- Hurrell R, Egli I. Iron bioavailability and dietary reference values. The American Journal of Clinical Nutrition. 2010;91(5):1461S–1467S.
- Gupta RK, Gangoliya SS, Singh NK. Reduction of phytic acid and enhancement of bioavailable micronutrients in food grains. Journal of Food Science and Technology. 2015;52:676–684.